BRUSTVERKLEINERUNG

(MAMMA-REDUKTION)

OPTIONEN ZUR BRUSTVERKLEINERUNG

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Techniken zur Brustverkleinerung. Heute wird dabei praktisch immer auch eine Straffung der Brust durchgeführt. Allen modernen Techniken gemeinsam ist die Tatsache, dass die Brustwarze „funktionell“ versetzt wird. Das bedeutet, dass sie nicht etwa abgetrennt und am Ende einfach wieder als dekoratives Element aufgenäht wird, wie das z.T. früher gemacht wurde. Vielmehr bleibt die Einheit aus Warzenhof und Brustwarze an Gefäße und Drüsengewebe „angeschlossen“, wodurch die Funktion komplett erhalten bleibt. Allerdings kann es etwas dauern, bis das Gefühl sich wieder normalisiert. Auch Stillen ist in den allermeisten Fällen durchaus möglich. Der Durchmesser des Warzenhofes wird meistens auch verkleinert um zu der kleineren Brust zu passen.

Je nach Technik können verschiedene Narbensituationen entstehen: Eine „inverted-T“ Narbe (also ankerförmig), eine L-Narbe oder eine rein vertikale („lollipop“) Narbe. Letzteres ist die Option mit der geringsten Narbenbelastung, allerdings dauert es dafür etwas länger, bis die Brust eine schöne Form hat. Wir setzen bevorzugt die vertikale Narben-Technik ein. Allerdings geht das nicht immer. Wenn die Brust sehr breit oder extrem groß ist, ist manchmal eine inverted-T Technik besser geeignet.

 

TYPISCHE SITUATION NACH VERTIKALER REDUKTION

1 Jahr nach OP

TYPISCHE SITUATION NACH INVERTED-T REDUKTION

1 Jahr nach OP

HÄUFIGE FRAGEN

Muss ich für eine Brustverkleinerung stationär / über Nacht in der Klinik bleiben?

Der Eingriff dauert normalerweise zwischen 3 und 4 Stunden. Bei dieser OP-Dauer ist es sicherer und auch für Sie angenehmer, zumindest eine, meist aber zwei bis drei Nächte in der Klinik zu bleiben. 

 

Wann kann ich nach der OP wieder duschen?

Da normalerweise Drainagen eingesetzt werden, empfehlen wir, bis ca. 12 Stunden nach dem Entfernen der Drainagen (nach 2 bis 3 Tagen), nicht zu duschen oder zu baden.

Müssen Fäden gezogen werden?

Nein – außer in seltenen Ausnahmefällen, verwenden wir Nahtmaterial, das sich selbst auflöst.

Werden Drainagen eingelegt?

Vor allem beim Vorgehen mit vertikaler Narbe, ist es nötig für 2 bis 3 Tage Drainagen einzulegen.

Was muss ich nach der OP beachten?

Wichtig ist, dass Sie in den ersten Tagen nach der OP konsequent Ruhe halten. Das bedeutet, keine Hausarbeit, kein Umherlaufen, keine Spaziergänge, etc. Je weniger Bewegung sie in den ersten Tagen haben, desto schneller kann die Schwellung zurück gehen und sich das Implantat setzen. Zu viel Aktivität kann zu einer Verlagerung der Implantate führen und die Heilung insgesamt negativ beeinträchtigen.

Der angepaßte Kompressions-BH, in der Rege mit einem elastischen Band oberhalb der Brüste, muss für 4 Wochen nach Operation Tag und Nacht getragen werden. Selbstverständlich dürfen Sie diesen bereits am Tag nach der OP zum Duschen ausziehen. Auch wenn er einmal 2-3 Stunden nicht getragen wird, weil sie ihn waschen möchten, ist das kein Problem, so lange Sie in dieser Zeit besonders darauf achten Ruhe zu halten und die Arme nicht über 90° anzuheben.

Wann darf ich wieder Sport machen?

Hierbei kommt es sehr auf die Sportart und ihre Intensität an. 

Gerade in den ersten 4 Wochen sollte jegliche überflüssige Erschütterung oder Vibration an der Brust vermieden werden. Daher sollte man in dieser Zeit komplett auf Sport verzichten.

Ab der 5. Woche kann man mit leichtem Sport anfangen, bei dem wenig Erschütterungen entstehen. Also z.B. auf einer glatten Unterlage Fahrrad fahren, oder im Fitness-Studio bestimmte Übungen machen, die die Brust- und Schultermuskulatur nicht übermäßig beanspruchen und auch keine Vibrationen herbeiführen. Besonders ungünstig sind auch in dieser Phase noch Sportarten, bei denen eine hohe Dynamik besteht und man viel laufen muss, wie z.B. Joggen, Nordic Walking, Tennis, usw.

Nach ca. 8 bis 12 Wochen (je nach Verlauf und Situation) können Sie dann praktisch jede gewünschte Aktivität wieder aufnehmen.

Ist es ein Problem nach so einer OP schwanger zu werden und v.a. ein Baby zu stillen?

Ein Problem ist das definitiv nicht. Da sich die Brust natürlich im Laufe einer Schwangerschaft verändert, empfehle ich ca. 6 Monate nach einer Brust-OP nicht schwanger zu werden. Genau so sollte man mit so einem Eingriff ca. 6 Monate nach dem Abstillen warten, um optimale Verhältnisse zu haben.

Bei den üblichen Vorgehensweisen ist das Risiko, dass man aufgrund der OP evtl. nicht mehr stillen kann, sehr gering. 

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, oder Sie noch Fragen haben sollten, kontaktieren Sie uns gerne telefonisch oder per E-mail und vereinbaren einen Termin zur persönlichen Beratung!

Telefon: 0931 3539 800